Meine Karriere als passionierter Basketball-Fan begann (wie sollte es anders sein) mit meinem Freund. Er, Basketballtrainer im Jugend- und Amateurbereich, ging sozusagen aus „beruflichem Interesse“ immer zu den Spielen von Rheinenergie Köln (mittlerweile Köln 99ers). Eigentlich ist er ja Ulm-Fan, aber das ist dann doch von Köln aus zu weit weg…
Da neben ihm noch weitere Freunde und Freundinnen regelmäßig sonntags in die Basketball-Halle pilgerten, ging ich irgendwann immer mit. Seit ich als wehrloses Kind von meinem Vater ins Fußballstadion gezerrt wurde, habe ich mich daran gewöhnt und kann ich mich mittlerweile sehr für Live-Sportereignisse begeistern (sozusagen in die Wiege gelegt). Da beim Basketball meistens ziemlich große, gut durchtrainierte und oft auch sehr passabel aussehende Typen hinter einem Ball herspringen, ist die Überwindung für Frauen dann auch doch nicht so groß dorthin zu gehen.
Meine erste Saison war auch die sportlich erfolgreichste für die Kölner mit dem Gewinn der Meisterschaft, was ein Einstieg ins Fanleben natürlich leicht machte. Mittlerweile pilger ich auch ohne meinen Freund in die Halle, um mit Freundinnen die Spiele zu sehen. Bei uns sind die Kompetenzen ganz klar aufgeteilt: er kommentiert Taktik und Spielanlagen, ich bin eher fürs Bauchgefühl und die Emotionen zuständig.
Das hat mich allerdings doch schon weitgebracht: Mit gefährlichem Halbwissen und Auswahl der Spieler nach Namen, Sympathie und Körperbau, habe ich es tatsächlich beim Managerspiel des Schoenen-Dunk Forums im letzten Jahr unter die Top Ten gebracht. Da ich mit meinem Basketball-Nichtwissen kaum in das Profi-Forum Schoenen-Dunk passe, wird dies nun mein Platz um meine weibliche Sicht auf Basketball in die Welt zu posaunen.